Mit dem Smartphone großartige Augenblicke festhalten

Tipps für bessere Fotos mit dem Smartphone

"Die beste Kamera ist die, die man dabei hat. "

Zitat von Chase Jarvis

17. Juni 2016

Unschlagbar, sie ist immer dabei.

Die große Kamera war in der Tasche verstaut, und die stand unter dem Sitz, an ihr dran ging die kleine. Die Sitzlehne meines Vordermanns fast an meiner Nase - hatte ich keine Lust, auf den Boden der Kabine "hinabzutauchen", um eine der Kameras herauszuzotteln. Aber mein Smartphone steckte in der Hemdentasche...!

Kameras in Smartphones sind immer besser geworden und machen im Durchschnitt Fotos gut genug für Internet und Abzüge in Postkartengröße. Bei Fotos durch das Fenster einer Flugzeugkabine musst Du auf zwei Dinge aufpassen: Reflexionen auf der doppelten Fensterscheibe und direkte Sonneneinstrahlung von vorne. Verändere Deine Kameraposition, bis die Spiegelung und die Sonne verschwindet.

Probiere vorher schon, die geeignete Stelle für die Kamera zu finden, dann weißt Du, wie Du Dein Smartphone halten musst, wenn das Traummotiv kommt!

Noch mehr Makros

5. Juni 2016

Makrofotos mit dem Smartphone: weitere Beispiele.

Nur mal in Bildern gedacht: Was noch geht.

Oben links eine Schraube aus Messing, 8 mm Durchmesser und ca. 40 mm lang. Ja, ich habe das Foto bearbeitet. Kontrast und Sättigung der Farben verstärkt. Als Untergrund und Backdrop dient ein Alukoffer. Der matte metallische Glanz und das Spiel der Farben Silber und Gold entfaltet seine Wirkung.

Das Foto unten rechts ist ähnlich, es sind aber andere Materialien: verzinkte Stahlschraube und kupferne Unterlegscheibe auf einer hölzernen Werkbank. Hier sollte der Unterschied der verschiedenen Materialien zur Geltung kommen.

Oben rechts und unten links Bilder aus der Natur. Die Hummel in der Blüte, zum Beispiel. Geduld, eine ruhige Hand und eine gute Portion Glück gehören dazu.

Wassertropfen sind immer wieder faszinierend. Verstärkung des Kontrasts und der Sättigung bringen die Wassertropfen mehr zur Geltung.

Nahauf­nahmen (Makros) mit dem Smartphone?

25. Mai 2016

Wassertropfen auf einem Mülleimer am Straßenrand.

Nahaufnahmen sind faszinierend! Kleine Dinge groß sehen, das erschließt Dinge, die man sonst so gar nicht sieht. Wollte der Hobbyfotograf kleine Motive aufnehmen, brauchte er eine spezielle Ausrüstung. Gehen wir davon aus, dass die uns nicht zur Verfügung steht. Aber unser Smartphone haben wir doch meistens dabei. Warum nicht mal testen, ob wir Nahaufnahmen machen können?

Vorab: nicht jedes Smartphone kann Nahaufnahmen. Finden wir es heraus.

  • Lies zunächst mal in Deiner Bedienungsanleitung, ob da etwas zum Thema Nahaufnahmen steht.
  • Findest Du keine Informationen, dann prüfe, ob die Kamera Autofocus hat. Visiere einen Gegenstand an und tippe ihn auf dem Bildschirm an. Wenn Du nun siehst, dass das Bild kurz von unscharf auf scharf wechselt, dann versucht die Kamera zu focussieren - sie hat einen Autofocus. Die Kamera fokusiert von selbst. Das ist gut, denn du weißt jetzt, daß die Smartphone-Kamera sich auf unterschiedliche Entfernungen einstellen kann.
  • Fokusiert Deine Kamera nicht, dann ist ein sogenannter Fixfokus eingebaut, das heißt, daß die Kamera alles scharf abbildet, was in einem bestimmten Entfernungsbereich, z.B. zwischen einem Meter und unendlich, liegt. Diese Kameras können die Nahdistanz nicht scharf abbilden und eignen sich nicht für Nahaufnahmen. Leider.
  • Als nächstes findest Du heraus, bis zu welcher Entfernung Dein Smartphone scharf einstellt. Fokusiere einen Gegenstand. Bewege das Telefon immer näher heran und tippe immer wieder auf den Bildschirm, um den Gegenstand zu fokussieren, bis zu dem Punkt, an dem das gerade noch scharf gestellt wird. Das ist die Grenze.

Jetzt aber los, ausprobieren: Blumen, Münzen, Texturen, das sind lohnende Motive.

Ach ja, Smartphone ruhig halten, am Besten beide Hände abstützen und mit möglichst viel Licht arbeiten, sonst verwackeln die Fotos!

2 Bildbearbeitungs-Apps, die Du haben solltest

2. April 2016

Stumpf eines von innen her verfaulzen Baumes. Mit welchen Maßnahmen hätte man das verhindern können? Analogie zu unserer heutigen Gesellschaft; fotografiert mit Alcatel pop2

Spätestens wenn du ein Foto etwas aufhellen oder den Kontrast verbessern möchtest, fragst Du Dich, wie Du das am besten erledigst. Mit der Android-Galerie geht es, aber diese App bietet nur Grundlegendes. Ich stelle heute zwei Apps vor, die ich schon seit Jahren benutze.

Beide Apps gibt es kostenlos im Google Playstore. Snapseed hat keine Werbung. Wenn Du den Photo Editor ohne Werbung haben möchtest, kannst Du die werbefreie Version im Store kaufen.

Beide Programme haben vieles gemeinsam:

  • eine gute Vielfalt an verschiedenen Effekten und Filtern
  • gute Möglichkeiten, Helligkeit, Farben und Kontrast zu korrigieren
  • Bildgröße und Ausschnitt anpassen
  • Fotos gerade stellen oder drehen
  • Rückgängig-Funktion

Unschlagbar ist Snapseed durch

  • sehr schnelle Arbeitsgeschwindigkeit durch wenige intuitive Taps
  • sehr gute Schwarzweiß-Umsetzung
  • weniger, aber gute Effekte. Das ist übersichtlich und schnell.
  • sehr gute Tonwertkorrektur

Photo Editor hat dagegen bei folgenden Funktionen die Nase vorn:

  • genauestes Skalieren
  • pixelgenaue Ausschnitte
  • Texte, Formen und Bilder ins Foto einfügen

An besten, selbst ausprobieren. Ich habe mehrfach versucht, die eine mit der anderen App wegzurationalisieren, aber ich brauch' doch beide.

Bessere Fotos, wozu?

29. März 2016

"Rapsodie in Blue"; fotografiert mit Alcatel pop2

Warum solltest Du bessere Fotos machen? Nun ja, wenn Du gerne fotografierst, wird es Dir zunehmend Spaß machen. Außer für soziale Netzwerke und Instagram lassen sich Deine Fotos auch hierfür gut einsetzen :

  • Fotobuch: In einem Fotobuch kannst Du leicht die Fotos Deines Urlaubs oder der letzten Party zusammenfassen, selbst immer wieder ansehen oder verschenken. Die entsprechende Software dazu kannst Du von den Webseiten der verschiedenen Anbieter herunterladen.
  • Geschenke: Fotos lassen sich auf sehr vielen Geschenkartikeln aufbringen, z.B. Tassen, Kissenbezüge, T-Shirts, etc. Besonders schöne Fotos kannst Du auch als Ausdruck oder Abzug auf Faltkarten aufkleben und als Grußkarte verschenken.
  • Deko für das Haus oder die Wohnung: Als Vergrößerung in einem stilvollen Rahmen untergebracht, wertidth=""en Deine Fotos Dein Heim stark auf.

Bessere Smartphone-Fotos: 3 grundsätzliche Dinge

28. März 2016

Flechten an einer jungen Buche; fotografiert mit Alcatel pop2

Mittlerweile haben die Kameras, die in Smartphones eingebaut werden, eine gute bis sehr gute Qualität und sind durchaus alltagstauglich. Aber sie haben ihre Grenzen und willst Du bessere Fotos machen, solltest Du die kennen.

1. Kamera kennenlernen

Nimm Dir noch mal die Bedienungsanleitung Deines Smartphones vor und lies Dir noch mal das Kapitel über die eingebaute Kamera durch. Das Setup-Menü der Kamera-App hilft auch. Achte dabei auf folgende Angaben:

  • Autofocus, manueller Fokus, Fixfokus?
  • Empfindlichkeit, bis zu welchem ISO-Wert fotografiert die Kamera?
  • Lässt sich die Belichtungsautomatik der Kamera korrigieren? Um wieviele Stufen?
  • Optischer oder digitaler Zoom?
  • Optischer Bildstabilisator (der digitale ist nur Augenwischerei)?

Bei Autofocus und Fixfokus brauche ich mich um das Scharfstellen nicht kümmern. Bei letzterem macht die Kamera von der minimalen Entfernung bis unendlich scharfe Bilder. Ein Autofocus-Objektiv stellt sich selbsttätig auf die richtige Entfernung ein. In der Regel ist dieses Objektiv schärfer.

Je empfindlicher (je höher der ISO-Wert ist, umso weniger Licht brauchst Du.

Normalerweise belichtet die Kamera automatisch, es gibt aber Situationen, da solltest Du die Automatik korrigieren können.

Optischer Zoom ist vorzuziehen, der digitale Zoom geht auf Kosten der Bildqualität, denn er liefert nur einen Bildausschnitt.

Auch der digitale Bildstabilisator stabilisiert nicht wirklich, er erhöht den ISO-Wert zu Lasten der Bildqualität.


2. Kamera ausprobieren

Nix ist besser als praktische Erfahrungen. Also: probier Deine Kamera aus. Was geht, was geht nicht:
  • Wie nah kannst du ran gehen und bekommst immer noch ein scharfes Foto?
  • Bei welchem Licht macht das Smartphone noch gute Bilder? Lass dabei den Blitz ausgeschaltet, denn der leuchtet nur zwei, maximal drei Meter aus. Fotografiere zum Beispiel ein Zimmer bei Tageslicht, bei Zimmerbeleuchtung und bei Partylicht.
  • Hat die Smartphone-Kamera nur ein digitales Zoom, probiere verschiedene Einstellungen aus und schaue, ab welcher Einstellung Dir die Bildqualität nicht mehr ausreicht.

3. Mit der Kamera üben

Auch wenn Du Dein Smartphone täglich in der Hand hast, nimm es noch öfter in die Hand und übe:

  • Smartphone beim Fotografieren ruhig halten. Ich habe wegen unsicherem Halt schon jede Menge Smartphone-Photos verwackelt.
  • Immer mal wieder das Setup aufrufen, um Kameraeinstellungen zu verändern. Zugegeben, das ist mühsam und umständlich. Aber nur so wirst Du sicher und schneller.
  • Werte die Ergebnisse kritisch aus und schaue, wo Du Dich noch verbessern kannst.

Während der nächsten Blogposts werde ich auf Details noch weiter eingehen und auch andere Tipps geben. Viel Spaß!

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